Einstimmung in das Spiel auf der Qin: |
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Reihe Phönixfeder 2 |
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Dies ist der erste Band von zunächst drei geplanten Bänden in der Reihe „Phönixfeder“, die sich alle – aus unterschiedlichen
Aspekten – mit der Qin, einem der ältesten Saiteninstrumente Chinas, befassen werden. Der Band sei dabei in mehrfacher Hinsicht als „Einstimmung“ gedacht:
Für den, der mit dem Instrument, seiner Musik und seiner Geschichte noch gar nicht vertraut ist, möge das Buch eine erste Begegnung mit der faszinierenden
Welt dieses Instruments der chinesischen Literaten-Beamten des alten China ermöglichen. Und den, der bereits angefangen hat, das Spiel auf der Qin zu
erlernen, mögen die Grifftechniken und die sie ergänzenden Bilder und Gedichte, wie sie in Qin-Handbüchern über viele Jahrhunderte hinweg von Qin-Meistern
an ihre Schüler weitergegeben wurden, bei seinen Qin-Studien unterstützen. |
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Inhalt: Illustrierte Fingergriffe aus dem Taigu yiyin: Die 33 Bildtafeln Grifftechniken der rechten Hand |
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Rezension von Manfred Dahmer, Januar 2010 Im Westen wie im Osten… So der Westen wie der Osten geben Reines Dir zu kosten (Goethe, West-Östlicher Divan) Diejenigen Alten Meister des Alten China, die es sich leisten konnten, Meister der Musik, der Malerei und auch der Dichtung zu sein, waren überaus emsig, um das Phänomen Musik mit Wort und Bild zugänglicher zu gestalten, um zu verdeutlichen, was für ästhetische Werte sich hinter einem einfachen Ton, in einer ganz spezifischen Klangfarbe oder hinter einem ganz besonderen Anschlag verbergen konnten. Die weit über einhundert umfangreichen Lehrwerke für die Guqin, das autochthone, älteste berühmteste und auch anspruchvollste Instrument Chinas,
bieten ausreichende Beweise dafür. Es geht um Bilder, um fantasievolle Illustrationen; es geht um Gedichte, die diese Bilder kommentieren und verständlich machen sollen. Bild und Wort,
die Fingerbewegungen der beiden Hände, die komplexen Anschlagstechniken zur Erzeugung eines Tones, einer Tongruppe, auf den sieben Saiten der Guqin. Für diese „Einstimmung in das Spiel auf der Qin“, einem Handbuch des 15. Jahrhunderts, hat Dorothee Schaab-Hanke ein umfangreiches Vorwort verfasst,
in dem auch deutlich anklingt, welch eine umfassende Ästhetik sich um dieses Instrument rankt, das vor einigen Jahren zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde. Verstecken sich doch dahinter Zitate aus den berühmtesten literarischen Werkes des Alten China. Allen voran, das Liederbuch, Shijing, weiter ist der daoistische Philosoph Zhuangzi vertreten, aber auch Ji Kang fehlt nicht, der wohl berühmteste Qin-Spieler des Alten China, der sich als einer der „Sieben Weisen vom Bambushain“ im 3. Jahrhundert n. Chr. sehr eingehend mit der Qin auseinandergesetzt hat. Eine feine Detektivarbeit, diese Zitate aus klassischen Schriften, fern vom ursprünglichen Textzusammenhang, wieder zu entdecken. Die Übersetzungen der Gedichte haben die Autorin und der Hamburger Professor Hans Stumpfeldt mit sehr viel poetischem Einfühlungsvermögen verfasst. Sehr sensibel, sich dabei nie weit vom Original entfernend, werden dabei die Gedichte übertragen. in denen wiederum die beim Qin-Spiel einzunehmenden Haltungen, die überwiegend denen von Tieren nachempfunden sind, bildhaft beschrieben werde. um dann, abstrahiert, als Fingerbewegung zur Erzeugung eines Tones auf der Qin erläutert zu werden. Von den insgesamt 33 Illustrationen gehen 28 auf Tiere zurück. Unter ihnen sind ganz unscheinbare wie der Schmetterling, die Libelle oder die Zikade; jedoch fehlt auch das Kraftvolle nicht, der Leopard, der Drache und der so symbolträchtige Kranich, der als ein tanzender das so überzeugende Bild liefert für den energievollen Anschlag von hohen Saiten mit dem Daumen der rechten Hand:
Dr. Manfred Dahmer |
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